Des Kaisers neue Kleider

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Es war einmal ein reicher Kaiser. Er liebte schöne Kleider. Er liebte nicht die Arbeit, er sorgte nicht für sein Volk. Den ganzen Tag stand er vor dem Spiegel, zog verschiedene neue Kleider an und dachte: Dieses Kleid steht mir, dieses steht mir nicht, das Kleid passt mir, das passt mir nicht! Seine Minister bewunderten ihn, aber dem Volk gefiel das alles nicht. Eines Tages stand der Kaiser wieder vor dem Spiegel und zog neue Kleider an. Da kam ein Minister und sagte: "Auf dem Hof stehen zwei Schneider. Sie sagen, dass sie dem Kaiser schöne neue Kleider nähen können." Der Kaiser hörte das und sagte sofort: "Sagen Sie, sie sollen hereinkommen!" Die beiden Schneider kamen und einer von ihnen sagte: "Wir können schöne moderne Kleider nähen. Das sind ganz besondere Kleider. Wer dumm ist, kann sie nicht sehen. Wir werden Ihnen solche Kleider nähen. Sie werden Ihnen stehen. Alle werden Sie in diesen Kleidern bewundern. Aber wer dumm ist, kann diese Kleider nicht sehen." Der Kaiser hörte aufmerksam zu. Er dachte: "Das ist ja sehr gut. So kann ich wissen, wer in meinem Lande dumm ist." Er gab den Schneidern alles, was sie brauchten und ein schönes Zimmer in seinem Schloss. Nach einigen Tagen sagte der Kaiser zu einem von seinen Ministern: "Sehen Sie zu den Schneidern und sehen Sie mal - vielleicht sind die Kleider für mich schon fertig und ich kann sie anziehen." Der Minister ging zu den Schneidern. Er sah, dass beide Schneider fleißig nähten. Aber er sah in ihren Händen keine Kleider. Der Minister dachte: "Ich sehe ja gar nichts! Bin ich dumm?" Er kam näher, aber wieder sah er nichts. Voller Angst dachte er: Kein Mensch darf wissen, dass ich dumm bin! Ich bin doch Minister beim Kaiser. Laut aber sagte er: "Das sind ja schöne Kleider!" - und ging zum Kaiser. Der Kaiser fragte: Nun, wie gefallen Ihnen die neuen Kleider. "Der Minister antwortete: "Die Kleider sind sehr schön. Bald werden sie fertig sein." Am nächsten Tag ging ein anderer Minister zu den Schneidern. Auch er sah die Kleider nicht, sagte aber den Schneidern, dass die Kleider ihm sehr gefallen. Auch er erzählte dem Kaiser von den schönen Kleidern. Und der Kaiser dachte: "Ich habe zwei kluge Minister?" Nach einer Woche sagten die Schneider, dass sie fertig sind. Sie müssen nur noch die Knöpfe annähen. Der Kaiser wollte die neuen Kleider sofort anziehen und in der Stadt spazieren gehen. Das Volk sollte den Kaiser in seinen neuen Kleidern sehen und ihn bewundern. Die Schneider kamen und baten den Kaiser sich auszuziehen. Der Kaiser zog sich aus. Jetzt stand er in Unterhosen vor dem Spiegel und suchte die neuen Kleider. Er konnte die Kleider nicht sehen, aber er sagte das nicht. "Bitte hier ist die Hose", sagte der eine Schneider und hielt die Hände in die Luft. "Sehen Sie nur diese schöne blaue Hose! Und dieser breite Gürtel ist sehr modern!" rief er, "und das Blau steht Ihnen so gut!" Und der andere Schneider sagte: "Bitte, hier ist die Jacke! Sehen Sie, wie rot sie ist! Das ist sehr schön. Die Jacke passt so gut zur Hose! Und hier das grüne Halstuch, die weißen Taschen. Schön, nicht wahr?" Ach wie schön" riefen alle Minister. Der Kaiser aber dachte: "Ich sehe keine Hose und keine Jacke. Ich bin dumm und kann nicht Kaiser sein. Aber kein Mensch darf das wissen." Laut sagte er aber: "Ihr habt eure Arbeit gut gemacht. Die Kleider gefallen mir. Ich will heute in diesen Kleidern in der Stadt spazieren gehen." Die Schneider bekamen viel Geld für ihre Arbeit und gingen weg. Der Kaiser ging durch die Stadt mit seinen Ministern. Viele Menschen gingen auf die Straße, um den Kaiser zu sehen. Der Kaiser dachte, dass alle Menschen seine neuen Kleider bewundern. Aber die Menschen sahen seine Kleider nicht. Sie sahen den Kaiser, wie er nur in Unterhosen durch die Stadt ging und wunderten sich. Da rief ein kleines Mädchen: "Der Kaiser hat ja keine Kleider an!" Und alle lachten laut über den Kaiser und riefen: "Er hat keine Kleider an! Er hat keine Kleider an!" Der Kaiser aber wollte das nicht hören und ging weiter ohne Kleider durch die Straßen der Stadt.