Wywiad

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Keine Häuser, keine Autos, keine schicken Schaufenster. Hungrig und erschöpft ...... Schreiben Sie die Geschichte weiter.

Keine Häuser, keine Autos, keine schicken Schaufenster. Hungrig und erschöpft ... . Ein Hamburger verbrachte fast drei Monate auf einer menschenleeren Insel. Unser Reporter interviewte den 34-jährigen Maschinenschlosser.

Bild: Herr Knut, wie ist es überhaupt möglich, dass Sie sich ganz allein auf einer kleinen Insel befunden haben.

Hans Knut: Tja, ich war im Urlaub in der Karibik. Eines Tages fuhr ich mit einem kleinen Schlauchboot ins offene Meer hinaus, trank zu viel und schlief ein. Als ich aufwachte, gab es kein Schlauchboot mehr, ich fand mich auf einem unbekannten Strand.

Bild: Ihre ersten Eindrücke dabei ...

Hans Knut: Ich dachte, ich war auf meiner Insel - ich meine da die Insel, wo mein Luxushotel war.

Bild: Wie lange dauerte es, bis sie endgültig verstanden haben, dass Sie von der ganzen zivilisierten Welt getrennt sind?

Hans Knut: Als ich endlich nüchtern war, sah ich mir die gaze Insel an und stellte fest, dass sie menschenleer ist. Es dauerte zwei Tage, bis ich das entdeckt habe.

Bild: Was aßen und tranken Sie? Wo schliefen Sie eigentlich? Mussten Sie sich vor wilden Tieren schützen?

Hans Knut: Es war ja Karibik! Ich hatte etwas Südfrüchte und gutes Wasser. Geschlafen und gewohnt habe ich auf einem Baum. Es war diese Art Baumhäuser, die so gerne von Kindern gebastelt werden. Die Tiere gab es, aber sie waren nicht gefährlich. Sonst machte ich mir eine Keule - genauso wie die Steinzeitmenschen.

Bild: Fehlte es Ihnen an Luxus und Zivilisation?

Hans Knut: Überhaupt nicht, ich hatte endlich Ruhe, ich sah meine Alte nicht mehr, ich meine da meine Frau. Ich hörte meinen Chef nicht meckern, ich schlief, wie lange ich wollte, ich brauchte mich nicht zu rasieren - sowieso hatte ich kein Rasierzeug.

Bild: Gab es etwas, was Sie vermisst haben?

Hans Knut: Na klar! Es fehlte mir vor allem an Werkzeug und Büchern, denen ich praktische Überlebenstipps entnehmen könnte.

Bild: Wie kamen Sie zur Zivilisation zurück?

Hans Knut: Ein Spähtrupp der US-Marines hatte gerade Manöver in der Nähe. Die haben mich mit Gewalt entführt, weil sie dachten, ich wäre geisteskrank...

Bild: Was Sie nicht sagen!

Hans Knut: Ich wollte nicht zurück, ich hatte ja 150 000 Mark Schulden bei der Commerzbank in Hamburg. Ich hatte die einzige Chance, ein neues Leben zu beginnen, über Gott zu meditieren, mein Inneres neu zu gestalten...

Bild: Haben Sie nicht vor zurückzukehren?

Hans Knut: Den Wunsch habe ich schon und ich werde ihn in die Tat umsetzen.

Bild: Vielen Dank für das Gespräch!

Autor: Marcin Perliński